Schimmelvermeidung durch richtiges Heizen und Lüften

Eine vorbeugende Maßnahme zur Schimmelvermeidung ist richtiges Heizen und Lüften, vor allem während der Heizperiode – und die kann im ungünstigen Fall über ein halbes Jahr betragen! So sollte mehrmals täglich mit weit geöffnetem Fenster stoßgelüftet werden. Denn durch die Atemluft der Bewohner, das Duschen, Wäsche waschen und Trocknen, das Kochen, aber auch durch Pflanzen wird Feuchtigkeit erzeugt – in einem 4-Personen-Haushalt verdunsten immerhin bis zu 10 Liter Wasser pro Tag, also ein Wischeimer voll! Insbesondere im Schlafzimmer nach dem Aufstehen, im Bad nach dem Duschen oder in der Küche nach dem Kochen sollte man lüften. Luft kann nur eine begrenzte Menge an Feuchtigkeit aufnehmen. Die Menge ist dabei abhängig von der Temperatur: Warme Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf als kalte. Kühlt nämlich die warme, feuchte Luft ab, z.B. an einer kalten Fläche, so kommt es zur sog. Kondensation, d.h. es entsteht das uns allen bekannte Schwitzwasser. Und dies passiert im Haus an den kühleren Stellen der Außenwand, vorzugsweise in Ecken – eine ideale Umgebung für Schimmelpilze! Durch richtiges und damit wirksames Lüften lässt sich die in der Raumluft enthaltene Feuchtigkeit beträchtlich verringern. Gewünschter Nebeneffekt: Mit der Feuchtigkeit werden gleichzeitig auch Schadstoffe in der Raumluft, entstanden durch Möbel-, Teppich- oder Farbausdunstungen, abgeführt. Früher war der Luftaustausch durch undichte Fenster oder Türen „natürlich“ gegeben, heute sind unsere Häuser aufgrund der Energieeinsparverordnung (EnEV) fast vollkommen „dicht“.

Wie sollte denn nun gelüftet werden? Langanhaltend gekippte Fenster sind kontraproduktiv. Sie führen zu geringem Luftwechsel und obendrein noch zu einem stärkeren Abkühlen der Wand-Oberflächen. Sind nicht alle Räume des Hauses gleich beheizt, dürfen die Türen zwischen den Räumen mit hoher Temperaturdifferenz nicht längere Zeit offenstehen. Dies würde dazu führen, dass feuchte Luft aus dem warmen Raum auf den kalten Oberflächen des Nachbarraumes kondensiert. Insbesondere die Türen von kälteren Räumen zu Bad und Küche sollten geschlossen bleiben.

Zusammengefaßt die Lüftungsarten:

Querlüftung: Fenster und gegenüberliegende Fenster oder Türen gänzlich offen

Dauer 2 bis 5 Minuten – Raum und Wände kühlen nicht aus

Stoßlüftung: Fenster ganz offen

Dauer 5 bis 10 Minuten – Raum und Wände kühlen nicht aus

Kipplüftung: Fenster gekippt

Dauer 30 bis 60 Minuten – Raum und Wände kühlen aus ;

Gefahr der Kondenswasserbildung

 

Die Ursachen für Schimmel im Haus können mannigfaltig sein. Sie haben letztendlich aber immer mit zu hoher Feuchtigkeit in den oder auf den betroffenen Bauteilen zu tun. Um dem Schimmelpilzwachstum vorzubeugen sollte eine Faustregel beachtet werden: Die relative Feuchtigkeit sollte über einen längeren Zeitraum nicht höher liegen als 60 % und die Oberflächentemperatur von Wänden, Decken und Böden sollte 13 Grad Celsius nicht unterschreiten. Insbesondere nach dem Hausbau, quasi in den „frischen“ vier Wänden, ist darauf zu achten.

Oder Sie wählen ein Wohnungslüftungssystem, welches sich automatisch darum kümmert – bei Town & Country Haus gehört dies zum Standard beim Hausbau!

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